Das Leben ist ein Ponyhof

“Warum gehen wir eigentlich nicht für ein paar Jahre mal weg. Australien oder Amerika? Das wolltet ihr doch immer, oder?!”, fragt meine scheinbar doch nicht so kranke Tochter heute Morgen beim Frühstück.
“Das würden wir sehr gerne machen, ist aber leider nicht so einfach”, antworte ich ihr. “Aber warum? Wir verkaufen alles und neue Freunde findet man überall”, legt sie nach. “Papa kann aber in Amerika nicht als Arzt arbeiten. Sie erkennen sein Examen nicht an.” Schweigen.
“Ich hab es!”, wird überschwänglich das Schweigen gebrochen. “Papa könnte ein Restaurant eröffnen. Er macht doch die beste Spaghetti Carbonara! Dann kommen alle dahin und wir werden sehr reich und ich bekomme ein Pferd!” Große, strahlende Kinderaugen und ein triumphierendes Grinsen.

Vielleicht ist es doch alles viel leichter, als wir denken?! Wie cool flexibel Kinder sind. Alles verkaufen. Neue Freunde. Neuer Job. Wo ist das Problem?! Ehrlich gesagt: meistens im Kopf. In unserem Herzen wissen und fühlen wir oft, wonach wir uns sehnen. Und dann fangen wir an mit wenn…dann…
“Wenn ich noch drei Jahre durchhalte, dann ist das gut für meine Karriere.”
“Wenn die Kinder aus dem Haus sind, dann trenne ich mich wirklich.”
“Wenn ich mehr Geld hätte, dann würde ich…”
Ich werde mir vornehmen, mehr von meinen Kindern zu lernen. Es leichter zu nehmen. Mehr zu träumen und noch mehr zu wagen. Mehr zu fühlen statt zu denken. “Wer etwas will findet Wege. Wer etwas nicht will findet Gründe.” Ich geh mal schauen, ob ich alles für Spaghetti Carbonara für’s Mittagessen im Haus habe.
Sei dir gut ❤️

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