Farwell

Wenn man Abschied nehmen muss, dann hat das immer auch etwas Gutes. Es ist häufig eine gute Gelegenheit innezuhalten und sich zu erinnern:
Als ich sie 2005 zum ersten Mal sah, spürte ich sofort: ich will, ich möchte, ich wünsche sie mir zur Freundin. Ich war so fasziniert von ihr. Sie war wie vom anderen Stern, auf alle Fälle schienen wir von unterschiedlichen Planeten zu kommen. Sie war so anders als ich. So blond. So schön. So gescheit. So erfolgreich. So ganz und gar wundervoll. Wenn man auf zwei unterschiedlichen Planeten lebt und man sich kennenlernen will, muss man geduldig sein und einen langen Atem haben. Zu verschieden sind die Landemöglichkeiten und die Begebenheiten vor Ort. Wenn dann noch Sprachschwierigkeiten dazukommen, bedarf es folgendes: sich bemühen, das Gute im Anderen zu sehen. Sich zu öffnen und sich einzulassen. Tolerant und selbstkritisch zu sein. Und vor allem: die Bereitschaft auf beiden Seiten in allen Begegnungen echt und authentisch zu sein. Wenn das gelingt, wächst eine Freundschaft auf Augenhöhe. Dann wechseln sich Freiheit und Nähe ab. Dann wird es ein Geben und Nehmen. Und trotz und vielleicht auch gerade wegen der Unterschiedlichkeit wird man zu Weggefährten, die das Leben in allen Facetten teilen. Sie ist heute eine meiner besten Freundinnen. Heute fliegt sie für drei Monate nach Hawaii. Und ich bin voller Vorfreude für und mit ihr. Einfach, weil wir in der Tiefe immer für einander sind. Aber heute bin ich auch traurig. ” Farewell, Blondie. I will miss you badly. Love you! Brownie❤️”

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