geliebt

Einer der wichtigsten Sätze, der mir half mich abzunabeln und frei zu schwimmen lautet in etwa so: “Die Liebe der Eltern fließt ganz natürlich in die nächste Generation weiter. Wie ein Fluss. So wie Eltern ihre Kinder lieben, können Kinder ihre Eltern nicht lieben. Ein Fluß fließt in eine Richtung. Aufgabe der Kinder ist es, den Fluss weiter fließen zu lassen.” Dieser Satz fiel während meiner Ausbildung vor sieben Jahren und mich durchzuckte es. Ja!! Genau!! Ich liebe meine Eltern, aber ich bin nicht für sie verantwortlich. Ich bin dankbar für fast alles und weiß ihre Liebe, Fürsorge und Anteilnahme zu schätzen. Aber ich muss ihnen nichts zurück geben. Ich stehe nicht in ihrer Schuld. Ich bin für mein Leben verantwortlich und das bedeutet auch, dass ich Sorge tragen muss, dass nichts zwischen uns steht und wir uns achten und respektieren. Wenn ich sie aus vollem Herzen lieben kann: umso besser. Aber ob ich das kann liegt auch daran, wie ich geliebt wurde. Und auch, ob ich mich geliebt fühlte und fühle. Das ist nämlich nicht das Gleiche. Ich bin für den Fluss verantwortlich, der in die nächste Generation weiter fließt. Dafür, wie viel Liebe, Zeit und Nähe ich investiere. Ob ich Freiheit verschenke und versuche absichtslos zu lieben, oder ob ich daran eine Erwartung knüpfe.
Ich könnte weinen beim Anblick dieses Bildes. Meine Tochter mit der Tochter meiner Freundin. Es ist einer der wenigen Augenblicke, in denen man einen Samen, den man gesät und genährt hat, aufgehen sieht.
Ich wünsche dir immer wieder solche Momente. Innehalten. Staunen. Dankbarkeit. Ein glühender Funken im Herzen: ich gebe mein Bestes. Sei dir gut 

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