Gute Vorsätze

Ehrlich gesagt, ich scheitere meistens kläglich. Besonders, wenn es um meinen Süßigkeiten-Konsum und die Waage geht. Und ich glaube, dass ich deshalb scheitere, weil meine scheinbar guten Vorsätze mit schlechten Gedanken und Gefühlen verbunden sind. Und zwar mir selbst gegenüber. „Du bist zu blöd, es zu schaffen. Alle schaffen das, nur du nicht…“ Über niemand anderen urteile ich so erbarmungslos. Über niemand anderes spreche ich so schlecht. Wie über mich. Ist das nicht traurig? Und vielleicht kennst du das auch?

Mir hilft und hat geholfen, mich auf das Gute auszurichten. Bevor ich also überlege, was ich ändern muss und sollte, überlege ich mir, was mir gut gelungen ist. Im Englischen gibt es dieses wunderbare Wort „blessings“. Was ist mir zum Geschenk, zum Segen geworden? Und ich schreibe mir zehn Sachen auf:

1. regelmäßig Joggen gegangen

2. ein Paarabend mit meinem Mann

3. Süßes erst am Nachmittag

4. Wecker statt Handy am Bett

5. Früher ins Bett und früher Aufstehen

6. Rechnungen gleich bezahlen

7. Zeiten nur für mich einplanen

8. Mit den Kindern spielen

9. Gelassenheit bei Hausaufgaben

10. Mich mehr auf mein Bauchgefühl verlassen

Das machen wir auch als Familie. Jeden Sonntag nach dem Essen erzählt jeder, was gut ist und war. Das ist sehr besonders.

Und wenn es um die Vorsätze geht, dann schaue ich mir an, was von den blessings bleiben soll. Und was noch fehlt. Wonach ich mich sehne. Was ich mir wünsche. Und das nehme ich mir vor. In kleinen Happen. Damit ich mich nicht selbst belüge und betrüge. Ich will zum Beispiel in diesem Jahr einen ganzen Samstag mit jedem Kind alleine verbringen. Ich will weniger Zucker essen, weil ich merke, dass es nur dann besser geht. Ich will regelmäßig Sport machen, weil mir das  richtig gut tut. (Auch wenn ich mich aufraffen muss. Immer.)

Ich will und werde kein Dogma daraus machen, aber davon meinen Freunden erzählen, damit sie mich daran erinnern. Und ermutigen dranzubleiben.

Wenn du deine Vorsätze in die Tat umsetzen willst, dann formuliere sie positiv! „Ich will drei Kilo abnehmen, weil ich mich dann besser fühlen werde“ statt „ich hin zu fett, ich muss abnehmen…“

Nutze deine Vorsätze, um gut zu dir zu sein. Und das wird Auswirkungen haben, wie du mit und zu anderen bist.   Wenn du dich liebst und achtest, wird es das Leben leichter. Du wirst besser mit Kritik umgehen können, weil du deinen Wert kennst. Und vor allem: spürst.

Nimm dir Stift und Papier. Finde gute Gründe. Was steht auf deiner Liste?

Sei dir gut ❤

 

 

 

2 Kommentare

  1. Marina Baumann

    2. Januar 2017 at 11:14

    Schön geschrieben. Ich habe für 2017 vorgenommen mich selbst besser kennenzulernen… Vielleicht werde ich dann auch spüren welche Vorsätze mir WIRKLICH gut tun würden… Gerade hat mein „ich“ zu meinen Kindern (2,5 und sechs Monate ) ganz mutig und ohne schlechtes Gewissen gesagt: “ Liebe Kinder! Papa ist guuuut. Er ist wirklich gut! Deswegen macht Mama jetzt eine Stunde einen Winterspaziergang… Ohne euch und ohne Papa:)!“ Ich glaube, ich bin auf einem guten Weg…:)

    1. Natalia

      2. Januar 2017 at 12:10

      Cool! Liebe Marina! Ich freu mich so für dich! Ganz viel Freude auf DEINEM Spaziergang! Genieße es und sei stolz auf dich? Ich bin es auch!

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