lauwarm

Lauwarm. Lauwarm geht gar nicht. Nicht beim Kaffee. Nicht beim Steak. Gar nicht. Ganz schlimm: lauwarmes Leben.
So fühlen sich meine letzten, gefühlten 10 Tage an. Lauwarm.
Zu viele Termine. Zu wenig Freiräumen. Zu viel MUSS und viel zu wenig KANN. Unser Familienmobile flattert frei im Wind. Zumindest tut es nicht, was es soll: im Gleichgewicht sein. Wir sind alle noch nicht in unserem neuem Alltag nach den Ferien angekommen.
Ich sehne mich nach meinen Freundinnen. Die zwei, die zu weit weg wohnen, aber meinem Herzen am nächsten sind.
Ich bin traurig über eine Freundschaft, die in Schieflage geraten ist. Ich müsste mich melden. Mich investieren. Stolz überwinden. Ich müsste: kämpfen und brennen. Stattdessen: lauwarm. Kraftlos. Energielos. Und ich kämpfe gegen Windmühlen. Lächle um Botenstoffe auszuschütten. Unterdrücke Müdigkeit. Spiele Leichtigkeit. Verkörpere Stärke. Bin in Gemeinschaft und sehne mich nach Alleinsein. Bin leise, weil’s mir zu laut ist. Ich bin lauwarm.
Mehr kann ich gerade nicht sein. Mehr kann ich gerade nicht geben. Das macht mich traurig. Unzufrieden. Geduld ist eine Demutsübung für mich.
Ich will brennen.
Für:
* meine Träume
* meine Ehe
* meine Kinder
* meinen Alltag
* für meine Ideale
Ich will das was ich tue, sage, denke, mache, bin, mit Leidenschaft. Mit Feuer im Herzen.
Für meine Leidenschaft bin ich selbst verantwortlich. Wenn das Feuer dem Frust und der Ernüchterung weicht, nährt es Unzufriedenheit. Dann nörgel ich rum. Dann weiß ich alles besser. Dann ist alles schwarz-weiß. Lauwarm.
Zeit mal wieder Innezuhalten. Mehr das Innen in mir statt das Innen im Draußen zu suchen. Es ist und bleibt herausfordernd: sich gut zu sein. Und das eigene Feuer nicht zu verlieren.
Sich nicht mit lauwarm zufrieden zugeben. Ich will präsent sein in allem, was ich tue. In allem was ich bin. Und wie ich bin.
Und schon beginnt etwas wieder zu brennen. Schon gibt es mehr Klarheit. Wie gut, dass es lauwarme Zeiten gibt. Wenigstens manchmal.
Sei dir gut ❤️

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