Pause machen

Sei dir gut geht in die Pause. In die Sommerpause.

Gestern war der letzte Schultag meiner großen Kinder. Mein Sohn, der sich mühsam durch die letzten Wochen des ersten Schuljahres schleppte und nur noch ausschlafen will. Meine große Tochter, die gestern ihren Abschied von der Grundschule nahm und auch erstmal Pause braucht, bevor sie auf die weiterführende kommt.

Ich hatte einen unglaublichen Juni. Ich habe mich an ein neues Thema gewagt. Raus aus der Komfortzone. Aber so richtig. Ich habe bei der großartigen Jasmin Assen einen vierwöchigen Videokurs gemacht. Ganz einfach deshalb, weil ich im Frühjahr langsam verstanden haben, dass Videos die Zukunft sind. Und dass ich dieses Medium sehr gut für meine Arbeit nutzen kann. Und dort habe ich so vieles gelernt, dass ich es kaum glauben kann. Aber ganz ehrlich: rückblickend weiß ich gar nicht, WIE ich das zeitlich neben meinem Job und den Kindern und so vielen anderen Dingen untergebracht habe. Die Erkenntnis bleibt: ohne Willen und Disziplin geht es gar nicht. Aber wenn zu diesen beiden scheinbar mühsamen Dingen sich Leidenschaft untermischt, dann geht es. Dann weißt du was du tust. Und warum. Und dann geht überraschend viel, was vorher unmöglich war. Es waren STUNDEN, die mich das Drehen und das Schneiden gekostet haben. Lernen, vor der Kamera zu agieren. Festzustellen, dass ein Arbeitszimmer mehr als hilfreich wäre, versehentlich gelöschte Dateien und langsames Internet… Ich sage euch: das Geduld definitiv nicht zu meinen Kernkompetenzen gehört, durfte ich auch in diesem Bereich weitermachen.

Ich habe mich also durchgebissen. Der Kurs ist zu Ende und ich stehe am Anfang. Am Anfang weiter zu üben. Besser zu werden. Verstehen, wie was geht. Verstehen, was ankommt und was nicht. Herausfinden, wo ich mich verändern muss und will. Ach, so viele unterschiedliche Dinge, die sich anbahnen. Türen, die sich öffnen und schließen. Und ich darf meinen Weg in vollem Vertrauen gehen, das die Türen, die sich öffnen für mich bestimmt sind. Und die, die geschlossen bleiben getrost so stehen lassen.

Neben dem ganzen technischen know-how und was alles zum Video dazugehört, durfte ich dort wahnsinnig inspirierende und großartige Frauen kennenlernen. Frauen, die eines gemeinsam haben: den Wert und das Potential in der Anderen zu sehen, mindert NICHT das eigene. Frauen, die erkannt haben, dass sie andere ermutigen können. Geben können. Ohne, dass sie dadurch weniger werden. Sonder im Gegenteil: die keinen Angst vor ihrem eigenen Licht haben. Sonder ihr Licht zum Strahlen bringen. Für mich stand der Kurs unter dem Motto:

„Ich mach dich stark. Du machst mich stark.“

Was für mich das tollste war: die gegenseitige Achtung. Der Respekt vor der Leistung jeder Einzelnen. Die Ermutigungen und das Mitfühlen, wenn man alles hinschmeißen wollte oder einfach nur frustriert war. Die eigenen Geschichten, die dort erzählt wurden und die mir wieder gezeigt haben: JEDER von uns trägt seinen Rucksack. Wir wurden mit unterschiedlichen Marschgepäck losgeschickt, um dieses Leben zu leben. Es wiegt mal mehr und mal weniger. Aber auf den Schultern lastet es allen. Wir können nur immer wieder mutig in in den Rucksack schauen. Annehmen was war und ist. Wir dürfen und sollten auch: schauen, wie der Rucksack leichter werden kann. Dann läuft es sich nämlich gleich viel besser.

Und so habe ich so vieles, was ich in Ruhe ausprobieren und machen will.

Ich will nachspüren.

Ich will gedankenranken.

Ich will hier  sein. Mit meinen Kindern und meinem Mann.

Ich will zur Ruhe kommen. Innerlich und äußerlich.

Ich will mein Herz öffnen.

Ich will schlafen.

Ich will Pause machen.

Daher verabschiede ich mich bis Ende August in die Pause. In die Sommerpause.

Und zwar mit diesem Video: Es ist ein Anfang. Ein zarter, aber einer, mit dem ich schon ganz zufrieden bin. Ja, das Licht ist noch nicht perfekt. Und hier was nicht und da was nicht. Und ja, ich habe auch Sorge, vor dem was kommt. Die wunderbare Svenja, die auch den Kurs gemacht hat, wurde schon von anderen Profis vorgewarnt:

„Bloggen ist gar nichts, bei YouTube kriegst Du richtig auf die Fresse“. Nun denn, ich hoffe, ihr seid mir gut. Und den anderen auch!

Damit ich meinen YouTube Kanal in  „Sei dir gut“ benennen kann, brauche ich 100 Abonnenten. Wenn ihr mich unterstützen möchtet, dann freue ich mich darüber sehr. Und ja: der braucht noch einen guten Header. Und ein neues Logo und und und. Aber Gras wächst ja bekanntlich auch nicht schneller, wenn man daran zieht.

Sei dir gut ❤️

8 Kommentare

  1. Susanne

    15. Juli 2017 at 9:29

    Respekt. Dasist wirklich ein Schritt. Ich traue mich an Videos nicht so richtig ran, da ich mich dann nichtmehr wie „Ich“ anfühle. Das mag vielleicht auch daran liegen, dass mich mal jemand vor die Kamera geholt hat und ohne jede Vorwarnung musste ich etwas zu drei Themen erzählen. Seitdem habe ich da eine Sperre. Vielleicht lässt sich die ja doch dann irgendwann wieder lösen,wobei ich dann doch eher der Blog-Lese-Typ bin. Aber den Kanal habe ich trotzdem abonniert und ich wünsche ganz viel Erfolg.

    1. Natalia

      15. Juli 2017 at 9:52

      Liebe Susanne! Vielen Dank! OH JA – ich weiß genau WAS du meinst! Und das Erlebnis, dass du hattest ist wirklich furchtbar!! Ich fühle mit dir! Und: ich liebe das Schreiben und werde weiterhin schreiben. Danke für dein Abo 🙂

  2. lueftchen

    15. Juli 2017 at 10:19

    Liebe Natalia,

    Dein Artikel ist wieder so schön geschrieben! Ich bin so froh und dankbar das ich bei dem Kurs dabei war und Dich kennengelernt habe! Dein Video ist toll! Ich wünsche Dir eine erholsame Sommerpause und hoffe wir Kursteilnehmerinnen treffen uns demnächst alle. Deinen Kanal habe ich natürlich schon abonniert!

    Liebe Grüße aus Hamburg
    Anja

    1. Natalia

      18. Juli 2017 at 10:39

      Liebe Anja! Danke für deine warmen Worte! Ich bin auch so froh, dich kennengelernt zu haben! Ein Treffen wäre der Knaller!

  3. Carina

    17. Juli 2017 at 12:39

    Liebe Natalia,
    ich wünsche Dir eine wunderbare Sommerpause. Deine Texte sind wirklich sehr inspirierend, machen oft nachdenklich, treffen so häufig den Nagel auf den Kopf und bereichern somit meinen Alltag sehr. Danke dafür.
    Auf dein neues Projekt Video bin ich sehr gespannt – Kanal abonniert 🙂
    Liebe Grüße (unbekannterweise),
    Carina

    1. Natalia

      18. Juli 2017 at 10:40

      Liebe Carina! Vielen Dank für dein Abo und eine lieben Worte! Wie schön, dass meine Beiträge dein Leben bereichern! Das freut mich sehr! Dir einen ganz guten Sommer!

  4. Petra

    21. Juli 2017 at 9:16

    Liebe Natalia,
    ich freue mich sehr, dich jetzt auch „sprechen zu hören“.
    Danke für deine wunderbar einfühlsamen Ermutigungen. Deine Texte sind mir oft aus dem Herzen gesprochen bzw. geschrieben 😉 und ich hoffe sehr, dass du trotzdem weiter schreibst. 🙂
    Dein erstes Video ist richtig gut und sooooo zutreffend.
    Ich wünsche dir von Herzen eine wunderbar erholsame Sommerpause mit deinen Lieben und manchmal alleine. Natürlich hab ich deinen Kanal abonniert.
    Sei dir den Sommer über sehr gut, ich versuche es auch.
    Herzliche Grüsse
    Petra

    1. Natalia

      21. Juli 2017 at 10:33

      Liebe Petra! Danke für all deine wunderbaren Worte! Nein, du darfst ganz beruhigt sein! Geschrieben wird immer! Und ich liebe das Schreiben! Aber Videos sind die Zukunft (oder vielmehr: ein Teil davon) und da muss ich mit dem Strom schwimmen und mich auf einen weiteren, ergänzenden Weg machen. Danke für dein Abo und ich freue mich, dass du mitliest! Herzliche Grüße und dir auch einen ganz guten Sommer! Herzlichst!

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