Fünf Sterne

Fünf Sterne

“Hast du fünf Sterne Freundschaften?”, fragt mein Mann mich abends am Kamin. Immer für eine Überraschung gut. Irritiert schaue ich ihn an und er erzählt mir von einem sehr interessanten Input, den er gehört hat. Es ging darum, mal in Ruhe nachzufühlen und zu denken, mit welchen Menschen man das Leben teilt und welche Freundschaften man pflegt. In mir hat das Bild, dabei an ein Hotelzimmer zu denken, gleich Resonanz erzeugt. Es geht nicht um Vergleich. Es wäre unfair ein 1Sterne Hotel mit einem 5 Sterne Hotel zu vergleichen. Beide haben ihre Berechtigung. Beide werden auf Grund bestimmter Kriterien gebucht. Ich habe bisher erst 3x in einem 5 Sterne Hotel übernachtet. Das war was sehr besonderes. Ein Geschenk. Ja, echter Luxus.

Auf Freundschaften bezogen, so mein Mann, standen die Sterne für:

⭐️consistent time (wie regelmäßig man Zeit miteinander verbringt)

⭐️quality time (Zeit, die einen bereichert, inspiriert, erfüllt)

⭐️truth (Ehrlichkeit)

⭐️authenticity (share your hear&mind) (mich so sicher fühlen, dass ich sein kann, WER ich bin.)

⭐️spirituality (Spiritualität- damit ist die Quelle gemeint, aus der du schöpfst)

Uns so sitzen wir gemeinsam und schauen ins Feuer. Lassen das letzte Jahr in Beziehungen und Freundschaften noch einmal Revue passieren und tauschen uns aus. Freuen uns über uns, dass wir uns jedem auch fünf Sterne vergeben und sind voller Dankbarkeit über gemeinsame Freundschaften, in denen wir das spüren und leben dürfen. Es ist gut, dass jeder von uns auch eigene Freundschaften gepflegt hat. Das war uns immer wichtig.

Wir sind dankbar über gute Bekannte und Freundschaften. Und sehr berührt, als wir erkennen: ja, es gibt auch ein paar wenige 5 Sterne Freundschaften:

Vor meinem Auge und an meinem Herzen zieht meine längste Freundin vorbei. Ich kenne sie seit Kindertagen. Einmal bis zweimal im Jahr treffen wir uns “in der Mitte”. Beide drei Kinder. Volle Leben.  Und so geht es mir mit meiner Freundin aus Münster, in die ich mich damals auf der Stelle verliebt hatte. Egal, wie lange wir uns nicht gesehen oder gesprochen haben. Mit beiden bin ich im Herzen verbunden. Wir machen da weiter, wo wir das letzte Mal aufgehört haben. So geht es mir auch mit meiner Freundin aus Düsseldorf, die ich tatsächlich als “blind date” über meinen Blog erst vor knapp zwei Jahren kennengelernt habe.

Und dann habe ich meine beiden Blondies.

Every blondie needs a brownie.

Seit fünf (!) Jahren treffe ich mich einmal in der Woche mit ihnen. Zu Beginn kannten wir uns wenig. Ich würde mal sagen: 1 -2 Sterne. Eine hat die Initiative ergriffen, und uns eingeladen. “Was wäre, wenn wir ehrlich das Leben teilen? Uns unser Herz öffnen? Uns durch schwierige Phasen gegenseitig hindurch tragen und es Goldmedaillen regnen lassen, wenn eine einen neuen Meilenstein erreicht hat? Wenn wir einander im Gebet durch den Alltag tragen?”

Blondie. Brownie. Blondie. Unterschiedlicher als wir drei kann man kaum sein.

Inzwischen sind wir mehr als Weggefährtinnen. Wir sind Freundinnen geworden. Auf einer sehr besonderen Ebene. NIEMALS wäre ich in meiner Entwicklung so weit gekommen. Ich hätte mir NIEMALS bestimmte Ziele gesteckt und auch “Strafrunden” gedreht, wenn diese beiden nicht Woche für Woche an mich geglaubt und mich angefeuert hätten.  Im Laufe der Jahre hat es mehrere Upgrades gegeben. Heute ganz klar: 5 Sterne. Und darum bin ich davon total überzeugt:

If you want to go fast, go alone. If you want to go far, go together!

Forschungsergebnisse im Bereich Ziele setzen und erreichen lehren zwei wichtige Erkenntnisse, wenn es um langfristige Veränderung geht:

  1. Man weiß inzwischen, dass die Ziele, die wir uns setzten so gewählt sein müssen, dass sie herausfordernd genug sein müssen, um unsere Energie, Anstrengungsbereitschaft und unser Gehirn zu aktivieren.
  2. ABER: es muss auch realistisch gesetzt sein, (Zeit, Geld…) damit es ERREICHBAR ist.

Es ist wichtig, dass man SCHWIERIGKEITEN, die auf dem Weg vor einem liegen anerkennt, ausspricht und am besten auch noch mit ANDEREN teilt. Reines positives Denken, so zeigen die Langzeitergebnisse, reicht häufig nicht aus. (Auch wenn es Menschen gibt, die von einem Tag auf den Anderen aufhören zu rauchen oder was auch immer…)

Und das liegt meistens dran, dass das positive Denken bei wirklichen Schwierigkeiten und Stresssituationen den meisten von uns alleine nicht mehr gelingt. Denn genau dann werden wieder alte Verhaltensweisen und Muster getriggert und Glaubenssätze nach oben gespült, die uns wieder zum Schokoriegel greifen lassen und uns entmutigen.

Und hier kommen wieder unsere Wegbegleiter und Freunde ins Spiel: Wenn wir nämlich gute, inspirierende Beziehungen haben, dann glauben diese nicht nur daran, dass wir unsere Ziele erreichen können, sondern sie helfen uns auch, realistisch zu bleiben und “auf dem Schirm” zu haben, dass es wirklich viel, viel Arbeit werden wird, dranzubleiben und dass es auch – überraschende – Hindernisse geben wird.

In Gemeinschaft werden die Schwierigkeiten erträglich, “normal”. Wir sind nicht (mehr) alleine. Wir feuern uns an und gehen gemeinsam durch die Täler. Dann geht man gemeinsam 20 Meilen. Jeden Tag. Egal, was kommt. Und so. So erreicht man seine Ziele. (Hier liest du, was es mit den 20 Meilen auf sich hat. Sehr spannend!) 

Genau so habe ich das erlebt. Genauso erlebe ich das. Every Blondie needs a Brownie. Und andersrum!

Das willst du auch? Das geht!

Weil ich so sehr davon profitiert habe, habe ich genauso eine Gruppe für DICH ins Leben gerufen! (Trommelwirbel!)

Sie heißt “TOGETHER RISING” – zusammen wachsen. Nein, vielmehr ÜBER uns HINAUS WACHSEN. Wir werden ein halbes Jahr gemeinsam unterwegs sein. Durch das Ziel etwas gemeinsam zu erreichen sind wir miteinander verbunden. Es kommt also weder darauf an, wie alt oder jung du bist. Auch nicht darauf, ob du ein Mann bist oder eine Frau. Ob du beruflich Strecke machen oder mit kleinen Kindern endlich mehr Freiraum für dich haben willst. Es kommt nur darauf an, ob du wirklich etwas verändern willst. Ob du bereit bist, dafür eine Entscheidung zu treffen und Verantwortung dafür zu übernehmen. Mehr nicht! Let it happen!

 

Wenn wir uns etwas vornehmen, was wir verändern wollen und dies offenlegen und artikulieren, dann lernen wir neue Handlungsmuster. Wir erkennen, was wir wirklich brauchen und WAS wir verändern müssen damit wir unser Ziel erreichen können. EGAL was es sein wird: ich glaube absolut, dass Veränderung möglich ist und dass auch DU es schaffen wirst.

Wenn du deine Strecke in so einer Gruppe gehst wirst du merken, dass sich langfristig etwas verändert und du deine Ziele erreichen wirst. Warum ein halbes Jahr? Ganz einfach: weil das wesentlich effektiver und auch wesentlich kräfteschonender ist. Wandlungen brauchen Zeit. Das hat gar nichts damit zu tun, ob man es “wirklich will” oder nicht. Gar nichts. Es hat schlicht und einfach damit etwas zu tun, dass alles seine Zeit braucht und wir leider, leider viel zu ungeduldig sind, weil wir uns dran gewöhnt haben, dass IMMER alles SOFORT verfügbar ist (Wlan. Erdbeeren. Eine Antwort. Ein Paket. Am besten noch heute.)

Wenn du dich auf dem Weg machst, dann brauchst du Geduld. Gutes Marschgepäck und ein Ziel. Wenn du dich aufmachst, dann ist es möglich, dass deine ersten Erfolge nicht sofort sichtbar sind. Müssen sie auch gar nicht. Wichtig ist doch nur das:  DU wirst Veränderung SPÜREN! Vielleicht auch, dir zu erlauben das erste Mal einen Gedanken überhaupt zu DENKEN! Und dann kommt was in Bewegung. Ganz langsam. Und das wirst du merken. Du wirst dich damit vertraut machen. In die neuen Schuhe schlüpfen. Sie einlaufen. Bis sie passen.

Bist du bereit?

Bist du dabei?!

HIER geht es lang zu DEINEN Reisevorbereitungen!

Sei dir gut ❤

Deine Natalia

 

PS: NOCH EIN PLATZ FREI BEIM RETREAT IM FEBRUAR!

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