If it’s not a hell yes…

Wie soll ich diesen Beitrag beginnen? Am besten wahrscheinlich, wenn ich auf mein Herz höre.

Wochenlang ist hier Ruhe eingekehrt, was zum einen mit der Sommerpause, aber zum anderen auch mit einer neuen Klarheit zusammenhängt, die sich schon länger in meinem Herzen geformt hat. 

Vielleicht sollte ich so beginnen: 

“So I close my eyes to old ends and open my heart to new beginnings.”

Die “new beginnings” merkt ihr ja schon seit ungefähr einem Jahr, als ich den wunderbaren Namen “sei dir gut” in meinen verändert habe. Weil es Zeit dafür war…

… it’s a no.

Und nun ist es Zeit für mich, diese Seite hier zu schließen. 

Das wird mein letzte Beitrag auf dieser Seite sein. 

Ihr könnt euch sicherlich vorstellen, dass diese Entscheidung weder eine leichte war, noch eine vorschnell getroffene ist.

Die Entscheidung ist in meinem Herz gewachsen. Stückchen für Stücken und ja, es hat zu Anfang ganz schön geschmerzt, diesem Gefühl Raum zu geben.

Und heute spürte ich ganz tief in mir einen solchen Frieden in meinem Herzen mit mir und dieser Entscheidung. 

Spürte, dass ein langer Prozess des Überlegens und auch des Abschiednehmens zu Ende ist. 

Und dazu gehört für mich vor allem: tiefe Dankbarkeit. 

Als ich im Januar 2016 hier startete, hatte ich keine Ahnung, wie sich mein Weg hier entwickeln würde. In der Rückschau ist es wie ein kleines Tagebuch meiner Reise und ich von Herzen dankbar, dass sie auch so vielen von euch zum Segen geworden ist. 

Auf Grund eurer Begeisterung, Offenheit und Zuspruch habe ich damals gewagt die “Sei dir gut” – Wochenenden zu planen und ich schaue gerührt auf diese Begegnungen im Kloster Arenberg sowie in der Schweiz zurück. Ich habe so viel lernen dürfen. 

Von euch. 

Und über mich. 

Your direction is important

Damit etwas Neues sich zeigen und entstehen kann, ist ein “finishing well” – von dem ich so oft schrieb – so wichtig. Loslassen ist ein Prozess. 

Und dazu passt: “Your direction is more important than your speed.”

Vor kurzen sagte ich zu meiner Freundin: “Irgendwie verrückt, dass die Weltreisen im außen immer so gefeiert werden. Als mutig und außergewöhnlich. Sind sie auch ohne Zweifel und ich freue mich auf die Zeit, wenn die Kinder groß sind und mein Mann und ich wieder Reisen werden. Nur wir beide. 

Aber die inneren Weltreisen, die haben es auch ganz schön in sich. Denn diese Prozesse sieht niemand – aber sie werden von außen häufig ganz schön negativ betrachtet. Auch ich durfte mir anhören: 

“Bist ja immer noch auf der Suche…” 

Und im Prozess kann das ganz schön schmerzen, denn auch da gibt es Umwege und Sackgassen, Stoppschilder und unerschlossenes Land. 

Und so lasse ich euch eine wichtige Erkenntnis da: 

Egal, auf welchem Weg du dich befindest und mag er noch so eigenartig, wenig nachvollziehbar und was auch immer sein. 

Es ist dein Weg. 

Dein Leben. 

Dein Tempo. 

Und das, nur allein das, ist nachhaltig. Oberfläche können wir uns schnell verändern, Dinge auf- und nachsagen und auch kurze Zeit das Gefühl haben, dass alles anders ist. 

Und das fühlt sich toll an. Kenn’ auch. 

Aber: Veränderung von Glaubenssätzen, Verhaltensmustern, innere Kinderarbeit – das alles ist deep work. Das braucht Zeit. 

Für einen selbst. 

Und auch für das Umfeld. 

Nimm’ sie dir. ❤️

Und plötzlich weißt du:

“Und plötzlich weißt du: Es ist Zeit etwas Neues zu beginnen und dem Zauber des Anfangs zu vertrauen.”

So schön, oder. 

Genau das meinte ich: “Und plötzlich weißt du…”

Anfang des Jahres 2020 habe ich mit “LehrerSein” etwas Neues gewagt. Ich spürte, dass nun alles zusammenkommt: meine Arbeit als Lehrerin, als Coach, als die Erfahrung, die ich in den letzten 4 Jahren meiner Selbstständigkeit gesammelt habe und meine eigene Entwicklung. 

Und was soll ich sagen: es fühlt sich so leicht an. 

So gut. 

Ich muss gar nichts machen, es fließt. Und hat sich die Community auf Instagram organisch erweitert: Nicht nur Lehrer*innen, sondern auch Coaches und vor allem Eltern (und manchmal auch ein Schüler*in) sind Teil dessen. Und das macht mich glücklich. 

Dort kann ich mit “Sei dir gut” neu und anders wirken. Aus einem anderen Standpunkt und Blickwinkel aus. Und das ist wundervoll. 

Und so wird sich in den nächsten Tagen auch der Name dort noch einmal ändern, denn er ist für alles was kommen wird und für alle, die dort aktiv sind: Hauptfach Mensch.

Denn das ist das, worum es mir an Schule geht: 

Um die Menschen. 

Ich freue mich über jeden und jede von euch, die mich auf diesem neuen Weg begleitet und denen ich weiterhin Inspiration und Ermutigung sein kann. 

Euch alles Liebe. 

Ich danke euch von Herzen. Für alles.

Sei dir gut ❤️

Deine Natalia 

2 Kommentare

  1. Katerina Fistera

    7. August 2020 at 16:15

    Ich bin mehr als stolz auf Dich , Du Liebe !

    1. Natalia

      18. August 2020 at 8:29

      Danke, Mama ❤️

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