Umbruch

Ihr Lieben,

der Juli ist beginnt mit voller Sommerpracht und damit ist auch schon die Hälfte von 2018 rum. Hier auf dem Blog war es sehr, sehr still. Das hatte sehr viele Gründe, der Hauptgrund aber: Ich hatte zu Beginn des Jahres über das Jahr 2018 das Wort FOKUS geschrieben. Im Januar dachte ich, dass es dabei nur um berufliches gehen wird. Obwohl ich es besser wissen müsste, habe ich dabei übersehen, dass das Eine ohne das Andere nicht geht: wir können uns beruflich nicht weiterentwickeln, ohne persönlich Strecke zu machen. Und andersrum. Geht nicht.

Aber persönlich Strecke machen stand so GAR NICHT auf meiner diesjährigen Agenda. Ganz einfach aus dem Grund, dass ich dazu keine Lust hatte. Ich habe mich in den letzten Jahren so vielen Fort- und Weiterbildungen ausgesetzt, soviel gelesen, so viel Neues erreicht und gelernt, so viele alte Zöpfe abgeschnitten, dass ich das Gefühl hatte: FERTIG! Mein Fleißkärtchen habe ich mir schön selbst ausgestellt und damit war das Thema “persönliche Weiterentwicklung” für mich abgeschlossen. Auf alle Fälle für 2018.

Einfach machen.

Und weil ich voller Elan war, habe ich gleich Anfang März eine geheime FB-Gruppe ins Leben gerufen. “Du musst dein Ändern leben” heißt sie und da haben sich 20 Frauen auf den Weg gemacht, um gemeinsam für 6 Monate ihrem selbstgesteckten Ziel näher zukommen. Noch sind wir zu 18 und ich habe SO VIEL über Menschen und Weiterentwicklung gelernt, wie selten zu vor. Und es ist so spannend zu sehen, was Ermutigung ausmacht und wie  Menschen untereinander- und miteinander sind. Sie ist geprägt von Wertschätzung und gemeinsam ECHTSEIN.

“Ich bin dieser Gruppe sehr dankbar, denn erst jetzt merke ich wie wichtig es für mich ist mich regelmäßig zu reflektierend und auch wahrzunehmen das es bei anderen auch nicht immer alles so läuft wie gewünscht…”

Ich glaube, ich lerne in der Gruppe am allermeisten. Ich habe immer wieder nachgehakt, was ich besser mach muss, was Menschen brauchen, so dass sich daraus eine neue Idee in mir geformt hat. (Dazu später auch mehr! Sorry, aber gut Ding will Weile haben!)

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Als ich diesen Spruch entdeckte, spürte ich sofort: das ist wahr. So oft setzen wir uns Ziele und nehmen uns etwas vor, um dann festzustellen, dass der Weg das Ziel war. Der Weg war das Ziel, weil der Weg uns verändert hat. Die Menschen, die mit uns gegangen sind, haben uns geformt. Die Steine, über die wir auf dem Weg gestolpert sind, haben uns gelehrt aufzustehen und weiter zu machen. Die Umwege haben uns geschliffen und uns reifen lassen. Die Wegkreuzungen, an denen wir geduldig ausharren mussten, weil wir nicht weiter wussten, waren notwendig. Und so verändert man sich, während man geht. Ich bin davon überzeugt, dass das Schwierigste ist, sich überhaupt auf den Weg zu machen. Den ersten Schritt zu gehen. Häufig warten wir darauf, dass uns jemand an die Hand nimmt und mit uns geht. Das kenne ich sehr gut. Ich habe aber erfahren, dass ich erst den Mut haben muss, los zu gehen. Auch alleine. Und dann, während dieser ersten Schritte, werden einen plötzlichen Hände gereicht und Türen geöffnet, von denen man nicht einmal was geahnt hat. Ich möchte dich ermutigen, ein ersten Schritt zu gehen. Einen, der dich vielleicht nicht unbedingt deinem Ziel, aber unbedingt dir selbst näher bringt. #seidirgut #veränderungen #derwegistdasziel #ersterschritt #ermutigung #mut #traudich #werden

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Aber dann: Umbruch

“Wer bin ich und wenn ja, wie viele?” GENAU DAS war die Frage, die schleichend in diesem Halbjahr zu mir kam, denn mir war ganz klar, warum das Wort “Fokus” mir immer wieder Wegweiser und Richtschnur werden sollte. Ich bin jemand, der sich schnell begeistern lässt. Von Ideen und Menschen. Immer, wenn ich gefragt wurde, was mein Beratungsschwerpunkt sei, schreit mein Herz laut: “ALLES! Frauen, Männer, Business. Und noch mehr!”  Und da mir glasklar ist, dass Videos die Zukunft sind, bin ich mich im März zu einem Video-Retreat von Uwe und Svenja Walter nach München geflogen. Mit der absoluten Sicherheit, dass ich alles, was ich dort lerne, brauchen werde.

Und so war es und es war herrlich. Die Menschen. Die Learnings. So viel Neues. Lernen mit Menschen, die MEHR wollen. Ich bin zurückgeflogen wie ein voller Schwamm. Aber einer mit Schaumkrönchen.

“ABER DAS GEHT NICHT!”, sagten mir einige. “DU BRAUCHST MEHR FOKUS”.

Zum Glück habe ich den großartigen TED-Vortrag von Emily Wapnick entdeckt. In dem geht es nämlich genau darum: Warum fällt  es manchen Menschen schwer, sich zu fokussieren und warum das nicht nur ein Problem, sondern auch: DIE Lösung sein kann!

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Großartig, oder? Und dennoch habe ich mich noch im Flieger gefragt: WAS NUN?

Und ich habe mindestens tausend Gründe gefunden, warum ich noch nicht mit den Videos anfange. Einer davon war, dass es unzählig viele Coaches gibt, so dass ich manchmal das Gefühl hatte, dass der “Life-Yoga-Meditations-sei-doch-einfach-glücklich” Coach irgendwie besser aufgestellt ist, als ich selbst. UND GENAU HIER traf mich ein altes, wohlgekanntes Muster wieder. (Didn’t see that coming…)

“Was kann ich überhaupt?”

Und ja, diese Frage hat mich sehr beschäftigt. Und man kann nicht behaupten, dass man diese Frage beruflich verfolgen kann OHNE sie sich auch persönlich zu stellen. Darum bin ich im Mai mit meiner Freundin Blondie nach Salzburg geflogen (ihr erinnert euch vielleicht: mein “Monkey in the cage”)

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Es gibt Ort die sind mehr als besonders. Salzburg ist eine Puppenstube und ich kann immer wieder durch die Gassen laufen und mich freuen. Hier in Salzburg war ich vor drei Jahren auf einem Seminar, das mich nochmal auf eine andere Reise geschickt hat. Eine Ebene tiefer zu mir selbst. In der Tiefe ist es hell. Heilung ist möglich. Und auch: durch Bilder Dinge zu verstehen und zu heilen, für die man niemals Worte gefunden hätte. Zum fünften Mal bin ich diesmal hier. Es ist kein Sehnsuchtsort wie das Meer. Aber einer, für den ich für immer das Beste verbinden werde. Im Außen, wie im Innen. #seidirgut #schuledeslebens #böschemeyer #salzburg #indertiefeisteshell #dankbar #veränderung

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Und seitdem befinde ich mich gefühlt: Im Nebel. Und das ist gut und genau richtig so. Aber was tut man, wenn man nicht klar sehen kann? Entweder man bleibt stehen und wartet ODER man wagt sich vor. Schritt für Schritt, weil man die Erfahrung schon gemacht hat, dass der Nebel nur ein Problem ist, wenn man DAVOR steht, er aber die Sicht freigibt, wenn man sich in ihm langsam vorwärts bewegt. Und dafür habe ich mich entschieden. Vorwärtes gehen, eher tasten. Und die große eigenen Fragen aushalten. Durchleben. Und da gibt es Stunden, die sind dunkel und kalt und einsam. Und dann sehe ich den nächsten Abschnitt und ich bin voller Energie und Hoffnung. Mein Mann fragt mich manchmal, woher ich die Kraft bekomme diesen Weg weiterzugehen. Und ich kann ganz einfach sagen:

Trust yourself. You have survived a lot. And you will survive whatever is coming.

DAS ist der Grund, warum ich mich vorwage. Weitergehe. Aber auch innehalte und nachspüre. Es ist wunderbar und ich liebe es, aber es ist auch total anstrengend. Anstrengend, sich Neu zu finden. Anstrengend, immer außerhalb der eigenen Komfortzone zu sein. Sich zu stellen, einzulassen und  die Erfahrung zu machen: es ging gut. Es hat sich gelohnt. Ich habe etwas erreicht, was ich mir niemals zugetraut hätte. Auf diesem Weg hat sich eine neue, wunderbare Sicht auf mich eingestellt: “Ich kann mich auf mich verlassen.” DAS schenkt unglaublich viel Ruhe und auch Zuversicht.

“Ich kann mich auf mich verlassen.”

So ein toller Satz. Ich weiß genau, WO meine Grenzen liegen und das ist beim Coaching so wichtig. Und so habe ich vor kurzem einer tollen Klientin nach einem Erstgespräch sagen müssen, dass ich mit ihr nicht arbeiten kann. Weil ich gespürt habe: Da bin ich nicht hinberufen. Da muss jemand anderes helfen. Da kann jemand anderes besser helfen. Und vielleicht werde ich irgendwann die Richtige sein, aber nicht jetzt. Und im gleichen Atemzug lese ich die wunderbare Mail einer Klientin, die mir schreibt:

“Ich möchte dir auf jeden Fall noch einmal für deine Unterstützung, deine offenen Ohren und dein ehrliches Mitgefühl und Interesse danken – du hast einen super Job gemacht, ohne dass es sich je wie eine geschäftliche Beziehung angefühlt hat. Ich schätze dich als Mensch und als Coach wirklich sehr!”

Und eine Nachricht, die mich von einer Leserin erreicht:

“Liebe Natalia, wie so oft lese ich Dich so gerne, weil Du so herrlich reflektieren kannst wie es ist! 
Während ich warte, surfe ich ein bisschen und finde deinen Satz mit den Schulbroten! 
Und wham! 
Das ist es – genauso kenn ich das  und es ist so schön, das Du dies alles preisgibst und man sich dadurch eben doch nicht so allein und unperfekt und auch unstrukturiert fühlt! 
Danke Dir für Deine herrliche Auflistung aller chaotischen Alltagsgeschehnisse und sei Dir gewiss bei ganz vielen Mama‘s ist das so, nur viele geben es nicht zu und machen einen schönen Vorhang davor! ” 

Und da lichtet sich der Nebel wieder und man kann weitergehen. Und auch: Neues wagen. Ich im Juni einen wunderbaren Workshop mit vier Geschäftsführern, der mich im Vorfeld schlaflose Nächte gekostet hat. Aber: ich konnte mich auf mich verlassen. Und meine Kunden sich auf mich.

Und während ich den Weg laufe, der beständig nach oben führt, lichtet sich ein Stück des Weges. Und es passt natürlich wie die Faust auf’s Auge, dass die wunderbare Astrid von Lieblingsbusiness, die ich im Februar im Köln beim Seminar “Erfolgreich bloggen” kennengelernt habe, just zum neuen Halbjahr einen Kurs mit dem Thema “Onlinebusiness” anbietet, denn ich natürlich mitmache. (TROMMELWIRBEL!) Ich fühle, dass hier viel für mich zusammenlaufen wird.

Und so startet dieses neue Halbjahr voller Vorfreude und voller Dankbarkeit. Dankbar bin ich, dass meinen Mann mich so unterstützt. Ich kann es manchmal gar nicht glauben, ich mich so weiterentwickeln kann und darf und dass ich dabei wunderbare Menschen an meiner Seite habe. Dankbar für das Leben mit den Menschen, die mit das Wichtigste an meiner Seite sind. Und die klare Priorität haben.

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Meine Schätze. Diese Woche war so voll und verrückt. Voller Überraschungen und Pflichten. Voller Planschbecken und Wolkenbrüchen. Voller PaarSein und WG-Leben. Voller Tränen und Angstschweiß. Voller Eis-und Sonnencremeküsse. Und es ist Freitagabend und wir sind müde und kaputt. Schwanken zwischen "endlich" und "wir können doch nicht schon jetzt ins Bett" (in dem eh gerade unsere Jüngste schläft). Schwanken zwischen "sind wir jung" und "in unserem Alter". Und am Mittwoch ist dieses Bild entstanden. Mitten in der Woche. Und genau so ist mein Leben. Wild und gefährlich und reich beschenkt. Ich könnte dankbarer für diese Schätze an meiner Seite nicht sein. #seidirgut #mamasein #duundich #liebe #kinder #familienzeit #mama #mutterglück #familie #lebenmitkindern #leben #dankbar

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Und wenn du jetzt merkst, dass es dich in den Fingern kribbelt und du dich auch schon gefragt hast, was die nächsten sechs Monate bringen werden, dann kann ich dir sagen: HIER ganz viel Neues!

Und zwar werde ich Ende der Woche MEINE NEUEN ANGEBOTE online stellen. Mit ganz viel Neuem, worauf ich mich freue. Denn: Fokus kann ich ja nur finden, wenn ich herausfinde, wofür ich am meisten brenne und dabei noch das beste Ergebnis oder Lösung für meine Kunden bekomme! Also: Kalender zücken und gespannt sein! Und vor allem:

Be a better you, for you

Sei dir gut ❤

Deine Natalia

6 Kommentare

  1. Angelika Dreier

    3. Juli 2018 at 10:24

    Hast mich wieder voll erwischt, Du unglaubliche Frau! Voller Dankbarkeit, Geli

    1. Natalia

      3. Juli 2018 at 14:47

      Liebe Geli. Ich danke dir. Für deine Worte und dich! Ich muss dich wiedersehen!!

  2. Susanne

    3. Juli 2018 at 11:10

    Das spricht mir gerade so was von aus der Seele. Ich habe auch bemerkt, dass sich bei mir die Frage vordrängelt:”Wo will ich hin, was will ich überhaupt und wenn ja, wieviel davon?” Ich brenne für meinen Beruf, aber wieviele Termine müssen es sein? Terminkalender voll bis zum Anschlag oder doch mal Leerzeiten als Zeit für mich? Einen neuen Part dazu nehmen und dafür Akquise betreiben oder sich freuen auf das, was von selbst kommt? Da ist mir in den letzen sechs Monaten auch so einiges klar geworden und das befreit.

    1. Natalia

      3. Juli 2018 at 14:46

      Danke für deine Worte, liebe Susanne. So wichtig, dass man sich Zeit nimmt, oder? Nachspürt und wachsen lässt… Und: zum Thema Beruf wird es auch ein Angebot geben! Vorfreude 🙂

  3. Anni

    4. Juli 2018 at 17:19

    Hallo Natalia! Ich bin sehr gespannt, was Du Dir überlegt hast! Ich frage mich auch immer, was ich eigentlich kann. Gefühlt alles und nichts. Leider komme ich sonst gar nicht an den Punkt, um weitere Fragen zu stellen. Ich weiss ganz oft gar nicht, ob ich Dinge tue, weil “man das halt so macht” und weil ich sie halt immer schon oder lange so mache oder ob ich sie vielleicht gerne mache…wie unterscheide ich zwischen “notwendigem Übel” (irgendwomit muss man ja sein Geld verdienen) und “der Job macht mich kaputt”? Wie unterscheide ich zwischen “jetzt war ich den ganzen Tag auf Arbeit, da ist es ja wirklich nicht zu viel verlangt, wenn die Kinder mit mir spielen wollen” und “Kinder lasst mir bitte meine Ruhe, weil das brauche ich jetzt”….wäre endlos fortzuführen!
    Viele Grüße von Anni

    1. Natalia

      7. Juli 2018 at 17:51

      Liebe Anni, willkommen im Club,denn so geht es nicht nur dir, sondern den meisten Menschen. Je mehr man es schafft bei sich zu bleiben und in sich hinein zuhören, desto besser gelingt es mit der Zeit, das schneller und besser zu erspüren Bezüglich deiner Kinder: ich mache es so, dass ich immer zuerst eine kleine Pause mache und dann spiele. Denn wenn ich das nicht mache, dann spiele ich auch nicht gerne. Aber wenn ich sage: “Ich brauche nach dem langen Tag eine Pause und dann komme ich” und dann zu meinem Wort stehe, läuft es für alle besser. Und inzwischen wissen das die Kinder auch und lassen mich. Und da geht es ja um max 30 Minuten.

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